Die Geschichte der Wudang Schwertkunst

Antikes China – Han Dynastie 206 BC -220 AD

Zu Beginn der Han Dynastie kamen Daoisten erstmals politisch zum Vorschein und man könnte sagen, dass dies eine Zeit der Hochkultur im alten China war. Das fundamentale Verständnis der Regierung und des Volkes änderte sich stark in dieser Zeit.

Ein großer Schritt in der Han-Schmiedekunst war die Technik der laminierten Legierungen. Eine Sandwich Methode aus mehreren Schichten wodurch die Schneide aus hartem Stahl und das Innere der Klinge aus weichem Stahl bestand. Das durchschnittliche Han Schwert wird aus fünf bis acht laminierten Schichten geschmiedet. Das Prinzip ist sehr komplex und später vereinfachten die Japaner diese Methode für ihre Samuraischwerter.

Einige originale Han Schwerter bestehen bis heute, die genaue Schmiedetechnik ging jedoch durch die vielen Kriege und Revolutionen verloren. Unsere heutige Technologie kann ähnliche Schwerter produzieren aber erreicht nicht annähernd die Qualität von damals.

Wudang und die Han Dynastie

Es gibt wenige Aufzeichnungen dennoch ist klar, dass in der Hochzeit der Han Dynastie die Daoisten politisch (meist als Berater) an die Macht kamen. Während sich die Daoisten selbst entwickelten prägten sich fundamentale Entwicklungen, dies war der Beginn des philosophischen und praxisorientierten Daoismus wie wir ihn heute kennen. Unsere Akademie richtet sich nach dem gesamten Verständnis der daoistischen Philosophie und ihrer praktischen Umsetzung.

Das Han-Schwert

13336044_1284809481530983_8661561173024594228_nWie man auf dem Bild links sehen kann besteht das Grundgerüst der Klinge aus vier starken Seiten, dazu gehört die vordere und hintere Klinge und die mittige beidseitige Ausbuchtung. Zusammen verbinden sich all diese Seiten im Griff der Klinge und formen eine stabile Einheit die mit einem Speer zu vergleichen ist. Das Han-Schwert erinnert für Kenner stark an den französischen Klingenbrecher, welcher natürlich historisch viel jünger ist. Es gab verschiedene Variationen des Han-Schwertes, in denen bestimmte Merkmale mehr oder weniger ausgeprägt waren. In einigen dieser Variationen ist das Schwert ein guter Klingenbrecher, mit der starken mittigen Ausbuchtung konnte man scharfe dünne Klingen leicht brechen und alle Angriffe allgemein gut blocken ohne das eigene Schwert zu beschädigen. Die mittige Ausbuchtung war wichtiger Bestandteil der damaligen chinesischen Schwertkunst um Angriffe gut und sicher parieren zu können. Die gefährlichste Funktion des Han-Schwertes kam jedoch nicht mit den scharfen Klingen links und rechts, sondern von der speziell gehärteten Spitze im obersten Drittel der Klinge. Alle Seiten verbinden sich im obersten Drittel zu einem gewaltigen Speer, der in einem speziellen Schmiedeverfahren noch einmal mit Hitze behandelt und gehärtet wird. Die Spitze war anderen Metallen überlegen und konnte jede damalige Rüstung mit genügend Kraftaufwand durchbohren. Um eine ideale lange Hebelwirkung zu erzeugen, die für die Durchdringung wichtig ist, besitzt das Han-Schwert hinter dem Schwertgriff einen breiten Knauf. Damit konnte das Schwert mit der zweiten (flach aufgelegten) Hand geschoben, stabilisiert und genügend Druck erzeugt werden.

19820867_1_lAuf diesem Bild links sehen wir ein historisches Han-Schwert der frühen Han-Ära. Aufgrund der Stabilisierung und der fehlenden Schmiedetechnologie, die einige Jahrhunderte später kam, wurde dieses aus einem Stück Bronze geschmiedet. Um die Gewichtsverlagerung zu optimieren und um den Schwerpunkt weiter nach hinten zu setzen wurde das vordere Drittel dünner geschmiedet. Der dickste und stabilste Teil der Klinge ist das hinterste Drittel. Die hinteren zwei Drittel sind allgemein dicker um sich besser Verteidigen zu können, denn damit liegt das Schwert besser in der Hand und ist weniger Kopflastig. Hack- und Schneidwaffen, wie zB Axt, Säbel, profitieren von einer Kopflastigkeit. Der Krafthebel für die Verteidigung wird jedoch länger umso Kopflastiger die Waffe ist und dies verlängert die Reaktionsgeschwindigkeit in der Abwehr. Das vordere Drittel der Klinge ist immer härter und schärfer. Zusammen mit dem hinteren Knauf war die Fläche für die Kraftaufnahme besonders groß und konnte gezielt nach vorne auf einen kleinen Punkt gebracht werden um die Kraft des Stoßes um ein vielfaches zu verstärken.

Die Eigenschaften

Das Han-Schwert ist optimiert für den schnellen und unmittelbaren Nahkampf und kann als Stoßwaffe für mittlere Distanzen eingesetzt werden. Später, als berittene Soldaten mehr an Bedeutung bekamen, wurde das Han-Schwert mit den längeren Waffen wie Speer, Säbel und Guan Dao immer mehr abgelöst. Der Speer war länger und effektiver für Soldaten um Positionen verteidigen zu können und Klingen mit einer runden Schneide waren einfacher zu erlernen (Guan Dao, Säbel).

Die Ausbildung für einen Säbel in der Han-Dynastie konnte in zwei Wochen abgeschlossen werden, für das Han-Schwert war Training für ein ganzes Jahr erforderlich um ähnlich effektiv zu sein. Das Han-Schwert wurde zu einer Prestige-Waffe. Die Taoisten entwickelten die Schwertkunst weiter, da die Faszination der extremen Anpassungsfähigkeit des Schwertes den taoistischen Konzepten entsprach. Während jede Waffe für bestimmte Situationen optimiert war, konnte mit dem Schwert in den Händen eines Meisters fast jede Situation bewältigt werden.

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