Grandmaster Zhong Yun Long

Warum der Westen das Tao nicht versteht!

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Dieser schöne Kurzfilm gibt uns eine Vorschau auf das was uns im Wudangtraining erwartet, dabei kann es schnell passieren, dass man einige der Zeilen überfliegt, wenn es um das mentale Training der Taoisten geht. Wie verstehen wir etwas was wir noch nicht verstanden haben?

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Wudang Disziplin und Tradition

Wir können ewig philosophieren über Tao und wie man Dinge richtig machen könnte; wer nicht entsprechend geerdet wurde, kann die Ursprünge des Tao nicht verstehen, da es an der notwendigen Ruhe fehlt. Es gibt niemanden auf der Welt dem das Tao nicht wichtige Dinge lehrt, zu wissen wo man sich in der Nähe des Tao aufhält findet jeder für sich in den Übungen heraus. Aus der Praxis sind neue Eindrücke und Korrekturen erst wirklich möglich.

Wer alles aufnehmen kann wie ein Schwamm, differenziert alles nach der Wahrheit. Wer Dinge verurteilt und ignoriert, verwehrt sich vielen Dingen. Die wenigen Meister, die es auf der Welt gibt, die auf den Spuren des Tao sind, erzählen von einer gemeinsamen Wahrheit, eine die von jemanden der diese noch nicht erfahren hat angenommen oder ignoriert werden kann.

Die Lehren des Meisters sind nicht für alle bestimmt, denn nicht jeder kann diese annehmen. Genauso wie viele Menschen nicht bestimmt sind Schüler eines Meisters zu werden. Ein Schüler zu werden bedeutet, irgendwann selbst ein Meister zu werden, als Meister ist man immer ein Schüler seines alten Meisters. Denn jeder besteigt den Zug an einem früheren oder späteren Zeitpunkt und erkundet die Bestandteile der Lehre auf seine eigene Weise. Für den Meister ist jeder Schüler interessant, um neues zu erfahren, für den Schüler ist der Meister interessant, um altes zu verstehen.

Die Ansichten des Meisters orientieren sich am Untericht der Schüler, denn dies führte den Meister selbst zum Erfolg. Während die Methoden des Meisters stark flexibel sind, müssen die Ansichten der Schüler linear gerichtet werden, und zwar so dass die Methode selbstständig verstanden wird. Das Chaos und die Verwirrung wird aufgelöst und die Lebensweise verläuft nach einer freien Natürlichkeit. Der Meister hat unbegrenztes Vertrauen in seine Schüler, denn jeder Schritt, auch wenn er noch so klein erscheint, führt letztendlich jeden zur inneren Ruhe.

Es gibt nach diesem Prinzip keine Ausnahmen vonseiten der Schüler und nur die Durchführung und die Realisierung der Vorgaben an die Schüler. Diese Vorgaben des Meisters sind für jeden Schüler verpflichtend.

Boykottieren der taoistischen Lehren

Es ist im Westen oft der Fall, dass Menschen selber glauben dass sie anderen helfen müssen. Das kann jedoch mehr Probleme und innere Konflikte für sich selbst und für die anderen hervorbringen. Jede Hilfe oder jedes Abnehmen einer persönlichen Last führt bei beiden Seiten zu einer Abhängigkeit und vergrößert die inneren Konflikte mit sich selbst.

Im Westen ist es oft ein Vorwand, dass Menschen herzlich sein sollen und da sein sollen um anderen zu helfen. Dies ist keine schlechte Tugend, doch machen es die meisten Menschen um ihre eigenen Probleme zu umgehen, in dem sie anderen Ratschläge geben – dies bekräftigt nur die eigenen Probleme und führt zu emotionalen Konflikten.

Menschen mit guter Absicht haben automatisch die falsche Absicht, denn nichts davon wird den Ursprung der Probleme im Anderen auflösen.

Das ist Taoismus und jeder hat die Kraft selbst zu lernen; wer wirklich helfen möchte muss davon ausgehen, dass die Wahrheit oft nicht so herzlich ist. Wie helfe ich anderen richtig um die Ursprünge der inneren Probleme in anderen Menschen aufzulösen? Ganz einfach: Durch Inspiration, als persönliches Beispiel, wir benutzen hier absichtlich nicht das Wort Vorbild – denn dies kann mit dem eigenen Ego besetzt sein und somit das Gegenteil bewirken. Wer ohne Ego heraus mit eigenen Beispiel voran geht, bekommt Freunde die gemeinsam Erfolge teilen. Wer mit dem Ego als Vorbild voran geht, bekommt Anhänger, die die Erfolge ihres Vorbildes teilen wollen.

Der Wunsch anderen zu helfen, ist somit für Schüler nicht relevant! Wer helfen will, muss vorerst sich selbst helfen.

Die Aufgabe des Schülers ist das Lernen, den Anderen zu helfen zählt zu den Aufgaben eines Meisters.

Persönliche Konflikte entstehen nur dort, wo es Zuhörer und Zuseher gibt, in der Gegenwart des Meisters werden diese nicht angenommen.

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