Bestimmungen zur Mitnahme von Powerbanks in China

Auf der Internetseite der EU, die für die Sicherheitsbestimmungen bei Flügen innerhalb der EU zuständig ist, findet sich leider keine entsprechende Bestimmung.

Aber ich würde davon ausgehen, dass sich die Mitarbeiter an der Sicherheitskontrolle am Flughafen an der Empfehlung der IATA, dem internationalen Dachverband der Fluggesellschaften orientieren.

In der Praxis ist es aber leider nicht ausgeschlossen, dass an den Sicherheitskontrollen einiger Flughäfen von der IATA-Empfehlung abgewichen wird.

Laut der IATA-Empfehlung dürfen externe Lithium-Ionen-Akkus wie Powerbanks nur im Handgepäck mitgeführt werden.

Im Handgepäck dürfen maximal zwei Powerbanks pro Passagier mitgeführt werden.

Diese dürfen jeweils maximal einen Energiegehalt von 100 Wattstunden (Wh) haben.

Nimmt man zwei Powerbanks mit, müssen diese separat (z.B. in der Originalverpackung oder Plastiktüten) verpackt werden, um das Risiko von Kurzschlüssen zu vermeiden.

Bei vielen Powerbanks ist nur die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) und die Spannung (V) angegeben.

Den Energiegehalt der Powerbank kann man aber leicht mit dieser Formel berechnen:

Die Formel zur Berechnung der Wattstunden lautet: Wh = mAh * V / 1000

Im Aufgabegepäck sind sie verboten, weil sie bei Kurzschlüssen Brände auslösen können.

Packt man trotzdem eine Powerbank im aufgegebenen Gepäck ein, kann es passieren, dass das Gepäck nach dem Aufgeben geöffnet und die Powerbank entnommen wird.

An chinesischen Flughäfen gibt es prinzipiell dieselbe Obergenze für Powerbanks wie in der EU.

Externe Lithium Ionen-Akkus dürfen maximal eine Kapazität von 100Wh haben. Mit der besonderen Genehmigung der jeweiligen Fluggesellschaft darf die Kapazität bis zu 160Wh betragen.

Wie bei Flügen innerhalb der EU ist die Mitnahme von Powerbanks im Aufgabegepäck wegen Brandgefahr verboten.

Darüberhinaus gelten folgende vier Bestimmungen:

  • jeder Passagier darf maximal zwei externe Lithium Ionen-Akkus mitführen
  • die Powerbank muss für den persönlichen Gebrauch des Passagiers bestimmt sein
  • die Powerbank darf während des Fluges nicht zum Aufladen von elektronischen Geräten verwendet werden
  • die Nennleistung muss auf der Powerbank angegeben sein
Quelle: http://www.caac.gov.cn/XXGK/XXGK/TZTG/201511/t20151105_11173.html
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Bester VPN für China!

Was ist ein VPN? Die meisten westlichen Webseiten (Facebook, Googleplay usw.) sind in China gesperrt! Um diese trotzdem anschauen zu können, muss man die Internetverbindung über ein anderes Land umleiten und dies geht sozusagen mit einem VPN, leider sind die Ergebnisse immer stark unterschiedlich:

Nach langem Testen von verschiedenen VPNs kam ich zu folgendem Ergebnis:

Die meisten VPNs sind in China zu langsam, Anschauen von längeren Videos und Streams ist sogut wie nicht möglich.

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Die Kung Fu Familie – Ansprüche und Verantwortung

Die chinesische Kung Fu Familie wird oftmals im Westen falsch wahrgenommen. Kung Fu ist im chinesischen ein Wort für alles was mit Qi Gong, Taiji, Kung Fu, Liang Yi, Nei Gong zu tun hat, also die gesamte Kampf- und Heilkunst. Worauf man hier eigentlich eingehen will ist das gemeinsame Zusammenarbeiten innerhalb einer Linie, eines Stammbaumes der spezifischen Kunst und somit auch der Familientradition.

Neue Schüler zählen nicht automatischer zur Kung Fu Familie, sondern müssen sich ihren Platz verdienen. Oftmals sind Ausländer falscher Annahme dass sie sofort Mitglied der Kung Fu Familie sind.

(Im folgenden Text beziehe ich mich aus Einfachheitsgründen nur auf die „männliche“ Version, das Ganze trifft natürlich genauso für die „weibliche“ Version zu.)

Wo fängt man an?

Egal wie gut die Fähigkeiten sind, jeder fängt ganz unten an. Ordnet man sich der Gruppe unter ist man automatisch der „Jüngste Kung Fu Bruder“ (unabhängig vom Alter). Normalerweise wird der Jüngste sofort von dem Ältesten oder einer der ältesten Kung Fu Brüder eingeschult. Ältere Kung Fu Brüder sind Schüler die den Großteil der Lehren bereits können und schon länger dabei sind.

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Typische Aufgaben und Ansprüche an den jüngsten Kung Fu Bruder:
  • Reinigungsarbeiten und Haushalt.
  • Versorgung
  • Schwammprinzip -> Machen was die Älteren sagen und wenig Fragen stellen.
  • Viel essen und nehmen was man bekommt.
Aufgaben und Ansprüche an die jüngeren Kung Fu Brüder:
  • Zusammenhalt, gegenseitiges unterstützen.
  • Der Schwächste in der Gruppe soll zum Stärksten werden mit der Hilfe seiner Kameraden.
  • Keine Scheu vor Zusatzaufgaben und zusätzlicher Arbeit von den älteren Kung Fu Brüdern.
  • Gepflegtes Auftreten und saubere Kleidung.
Aufgaben und Ansprüche der älteren Kung Fu Brüder:
  • Sind die Vorbilder der Gruppe und halten die Motivation aufrecht.
  • Setzen neue Maßstäbe in der Trainingsintensität.
  • Erledigen Zusatzaufgaben und zusätzliche Arbeit vom ältesten Kung Fu Bruder doppelt so schnell.
  • Verstärkter Respekt gegenüber dem Meister.
  • Sehr gepflegtes Auftreten und saubere Kleidung.
Aufgaben und Pflichten des ältesten Kung Fu Bruder:
  • Hat das Kommando und die Verantwortung über all seine Kung Fu Brüder in der Abwesenheit des Meisters.
  • Hält die Disziplin und Trainingseffizienz aufrecht.
  • Erkennt Probleme in der Gruppe und versucht diese zu lösen.
  • Bekommt zusätzliche Aufgaben vom Meister und hat diese selbst zu erledigen.
  • Verstärkter Respekt gegenüber dem Meister.
  • Sehr gepflegtes Auftreten und saubere Kleidung.

Der Älteste hat die größte Verantwortung und hält praktisch den Kopf für die Gruppe hin.

Wichtige Grundsätze der chinesischen Familientradition:
  • Die Gruppe ist nur so stark wie das schwächste Glied.
  • Freude, Spaß, Inspiration aber auch Ärger und Probleme soll man mit seinen Kameraden teilen.
  • Jeder sollte zur Hilfestellung bereit sein etwas für die Gruppe zutun.

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Wachstum und die eigene Entwicklung

Wudang Taiji, Qi gong oder Kung fu wirken zusammen als Diagnoseinstrumente und Medizin für die eigenen Probleme. Dort wo Probleme sind, fängt bei uns die Arbeit an. Das Schöne am Erkennen der eigenen Fähigkeiten ist diese zu verstehen und zu erweitern. Die Veränderung ist das wichtigste Motivationswerkzeug während dem Training, für welches wir bereit sind Opfer zu bringen. Der Drang an sich zu arbeiten, sich zu verbessern und neue Dinge zu erkennen und zu verstehen ist das wichtigste in der taoistischen Philosophie.

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Training und Entwicklung

Nicht nur wir selbst, sondern jeder kann von unseren Inspirationen profitieren. Wir leben für uns und inspirieren dabei, während sich uns neue Wege öffnen, werden wir selbst dadurch inspiriert. Dieser Entdeckerinstinkt ist der wichtigste Impuls für das eigene Wachstum. Die Natur lebt nach archaischen Prinzipien und genauso ursprünglich sind auch unsere Interessen. Die Suche in uns ist die Suche nach etwas 100%igem, nach etwas Reinem, etwas Ganzem und wir müssen in unserer Selbstentwicklung genau dazu „Farbe bekennen“. Etwas kompromisslos zu verstehen gibt uns die Fähigkeit die richtigen Kompromisse zu machen um unsere Ziele zu erreichen. Ein Mittelweg bedeutet nicht die Teilung der Zielsetzung, sondern die konzentrierte „auf den Punkt“ gebrachte Richtung.

Woher nehmen wir diese Stärke, diese Konsequenz? Aus dem Selbst.

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Meine Erfahrungen mit Kung Fu

(Selbsterfahrungsbericht von Meister Ziji im Zuge zum 30sten Geburtstag)

Im Laufe der Zeit habe ich sämtliche Kampfsportarten trainiert und viele prägende Erfahrungen gemacht (Die genaue Liste findet man hier im letzten Absatz). Einige davon waren sehr inspirierend aber auch erleuchtend in verschiedenster Art und Weise. Mehr als 17 Jahre war ich laufend in Asien auf der Suche nach Wahrheiten und besuchte die verschiedensten Orte in Korea, Vietnam und China. Heute schätze ich meine Heimat in Österreich und fühle mich damit stärker verbunden.

Was ist Training?

Es gab in diesen 17 Jahren selten eine Woche, in der ich nicht vier bis fünf mal trainiert habe. Training ist für mich bis heute ein wichtiger Bestandteil meines Bewusstseins. Training bedeutet Wachstum. Dabei geht es nicht um ein gedankliches und körperliches selbstzerstörerisches kaputt machen sondern um ein forderndes aber auch rücksichtsvolles Training. Es ist Aufgabe des Meisters mit den Grenzen der Schüler rücksichtsvoll umzugehen bevor diese umfallen. Die Aufgabe der Schüler ist es täglich zu strecken, sich gut zu ernähren und ausreichend zu schlafen um Risiken, Verletzungen und Schwäche zu vermeiden. Das traditionelle Kung Fu Training wird erst dann effizient, wenn sich alle an ihre Aufgabenbereiche halten.

Wenn man trainiert, sollte es in erster Linie um das Selbst gehen. Alle Dinge, die das Training durch äußere Einflüsse zu begründen versuchen, sind auf die eigene Unausgeglichenheit zurückzuführen. Jemand, der sein Ego abgelegt hat, konzentriert sich ironischerweise nur auf sich selbst und nicht auf die Anderen. Ich habe oft erlebt, dass gemeinsame Aktivitäten wichtiger waren als das eigene Training, dies mindert nicht nur die eigene Trainingsintention sondern lenkt auch andere von ihrem Training ab und ist verantwortungslos. Das taoistische Beschreiten des Lebensweges geschieht aus eigener Kraft und mit wachem Interesse. Somit sollte jeder ein Beispiel für die Anderen sein.

Vom Anfänger zum Meister

Das, was letztendlich den Meister vom Anfänger unterscheidet, ist die Identifikation mit der Materie. Wer sein Wissen verstanden, abgerundet und für sich gefunden hat, kann dieses weiterentwickeln und eine lebendige Kunst daraus machen. Die hart angelernte Routine und das perfektionierte Ausführen der Techniken sind nicht ausschlaggebend für einen guten Meister, da es sich hier um relative und persönlichkeitszentrierte Perspektiven handelt. Diese Sätze hören sich alle sehr gut an, die Wahrheit kommt aber erst dann an das Licht, wenn man versucht seine für sich verstandene Kunst an Andere weiterzugeben. Während ein Anfänger meist einen Meister hat der ihm alle Sachen vorgibt, musste der Meister das Angelernte für sich selbst weiterentwickeln und umsetzbar machen.

Die einzigartige Lehre

Aus dem Sumpf der Esoterik und Möchtegern-Meistern bauen sich unzählige Schulen auf der ganzen Welt auf, China ist da keine Ausnahme. Die Inhalte dieser Schulen gehen nicht tief unter die Haut und bieten verwirrende und massenabfertigende Inhalte, die von uns akzeptiert werden sollen. Es geht meist um Geld und Einfluss damit man Menschen leiten und manipulieren kann.

Die wahre Schule bietet allen eine einzigartige Lehre, die in keiner anderen zu finden ist. Diese Lehren basieren auf Lebenserfahrung und Selbstidentifikation und fördern die individuelle Selbstentwicklung von jedem Schüler. Da der Weg einer solchen Schule praktisch auch wirklich umsetzbar ist, kann sich jeder davon inspirieren lassen.

Traditionelle Schule

Ich sehe das als wichtigsten Bestandteil einer Schule die Tradition an, da Tradition ein Gefüge aus Inhalten ist, die sich über die Zeit und mit den Wiederholungen als richtig erwiesen haben. Tradition baut sich über die Zeit auf und wird zu einer wichtigen Quelle der Weisheit. Wer lernt Tradition zu respektieren, kann daraus lernen und selbst zur Tradition beitragen. Eine traditionelle Schule ist eine lebendige Schule, die sich konservativ in die gleiche Richtung anpasst.

Alles andere dreht sich im Kreis und ist andauernd beschäftigt ein Rad neu zu erfinden. Ohne Tradition bilden sich keine tiefen Inhalte und dies verhindert letztendlich die Weiterentwicklung.

Ich und Kung Fu

Wenn es irgendetwas gibt, an dem ich arbeiten könnte um vitaler zu sein, dann ist für mich Kung Fu die einzige Antwort. Wer gerne lebt, möchte dies auch lange tun. Gesünder, kräftiger und ausdauernder zu sein, also dadurch körperliche und durch gesteigerte Konzentrationsfähigkeit auch geistige Freiheit  zu erlangen verbessert nachhaltig meine Lebensqualität. Mein Kung Fu gibt nicht nur eine vitale, aber auch soziale und emotionale Standfestigkeit. Das Ziel meiner Akademie ist die Umsetzung einer traditionellen Kampfschule, Heilkunstschule, Lebensschule und vor allem einer Selbstschule. Man muss vieles tun: denken, machen, konzentrieren, koordinieren und dabei entspannen. Das Leben hat all diese Aufgaben für uns parat und mein Training sehe ich dazu als eine wichtige Vorbereitung.

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Das traditionelle Kung Fu Training

In unserer Wudang Akademie nehmen wir Kung Fu sehr ernst, weil es der Grundstein für jede innere Kampfkunst ist. Genau wie Taiji und Qigong ist auch Kungfu übergreifend überall enthalten und ausschlaggebend für den Trainingsfortschritt. Damit keine Risiken und Unfälle entstehen möchte ich diesen wichtigen Leitfaden für ein traditionelles Wudang Kung Fu Training schreiben:

001ec94a1d8b0afdfcb455Körperliche und geistige Grenzen

Die Köperbeherrschung in Wudang erfordert alles von den Ausübenden, darunter gehören Kraft, Entspannung, Konzentration und Disziplin. Wenn man sich dauernd an den Grenzen dieser Werte bewegt kann es schnell passieren das Fehler entstehen. Deshalb sollte sich jeder den nächsten Absatz zu Herzen nehmen:

Aufmerksamkeit und Wahrnehmung

wudang-sanfeng-academy-photo-328x418Wer sich selbst ablenken lässt, oder die Konzentration verliert kommt schnell in eine Gefahrensituation. Genauso ist es wichtig sich selbst kennenzulernen, sich zu spüren und wahrzunehmen um Vertrauen in das eigene Können aufzubauen. Während komplexer Übungen ist daher ein aktives Ablenken von sich selbst oder Anderer nicht gestattet und kann mitunter jemanden in Gefahr bringen. Jeder Moment ist so wichtig wie jeder andere, es gibt daher keine zweite Chance in der Konzentrationsfähigkeit. Kungfu ist ein Weg der Arbeit, Disziplin, Kontinuität und Selbstentwicklung. Wer die Chancen nicht nutzt sollte sich seinen Weg nochmal genau vor Augen halten. Geringe Disziplin zeugt von schlechter Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit in Stresssituationen. Ein geordnetes, diszipliniertes und gepflegtes Auftreten ist in jedem Training erwünscht.

Wahnvorstellungen und Ausfälle

upfile20113188552202Im Westen ist das traditionelle Kungfu Training meistens ein Kulturschock. Für jeden Chinesen bedeutet es die harte Arbeit und Persönlichkeitsschulung. Es ist nicht möglich Kungfu in kurzer Zeit zu erlernen, noch ist es möglich in kurzer Zeit damit unbesiegbar zu werden. Das eigene Ego sollte man vor Trainingsbeginn ablegen und bereit sein für den vollen Einsatz den das Kungfu Training zur Gänze fordert. Unsere Akademie respektiert jeden der nicht bereit ist für ein traditionelles Kungfu Training. Solche Entscheidungen müssen normalerweise gut bedacht werden und brauchen mentale Vorbereitung.

Traditionelles Kungfu Training

In der Kungfu Tradition hat das Training folgende Merkmale:

  • Wenig Übungen, viele Wiederholungen
  • Intensives Intervalltraining
  • Übungen mit Kraft- und Ruhepol (Yin Yang)
  • Entspannungs- u. Atemtechnik während den Übungen
  • Intensives Konzentrationstraining

In unserer Wudang Akademie Wien lernen wir traditionelles Kungfu wie es im Westen normal nicht üblich ist. Das Schnuppertraining ist immer kostenlos und jeder ist eingeladen nach Absprache vorbeizuschauen.

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Die Aufgaben des Meisters (Shifu)

f95d3bc15b8dc57b6ab6366259154758Meister und Tradition

„Shifu“ ist ein kantonesischer Ausdruck und hat eine Doppelbedeutung aus den Symbolen für „Vater“ und „Meister“. Eine weitere Bedeutung im traditionellen Schreibstil ist „Fachmann“ und „Lehrer“. Der Shifu ist eine Person des Vertrauens und für die Schüler ein Teil der Familie. Jemanden mit Shifu zu begrüßen erweist den gleichen Respekt wie ein Kind das seinen Vater begrüßt.

Jemand Fremden Shifu zu nennen ist überaus respektlos, da Akademiker oder viel wissende Personen mit „Laoshi“ (Professor, Lehrer) angesprochen werden. Shifu steht für die Zusammengehörigkeit und das Vertrauen zwischen Schüler und Meister.

Vater und Meister

Im Westen verstehen wir die Rolle des Shifus oft falsch. Ein Shifu ist nicht jemand der primär Befehle erteilt oder seine Schüler kommandiert. Viele Pseudo-Meister werden schwach bei dem Gefühl von Macht und Kontrolle und verlieren ihren Weg. Der Shifu darf nie sein Ego zwischen sich und die Schüler stellen oder gar seine elterliche Rolle verlieren.

Die Ausbildung der Schüler gehört nicht zu den einzigen Aufgaben des Shifus, sondern auch das beobachten der Persönlichkeitsentwicklung. Die Methoden können dabei je nach Shifu stark variieren. Der Shifu nimmt eine unterstützende Rolle im Beschreiten des Lebensweges ein. Es gibt Zeiten da greift ein Shifu härter durch und stellt den Schüler auf eine Probe. Die Grenzen zwischen einem fürsorglichen Vater und einem strengen Lehrer zu finden gehört für den Shifu zu den schwierigsten Aufgaben.

Die Rolle des Shifus ist nicht dazu da um seine ausgeprägten Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern um Verantwortung für seine Schüler zu übernehmen und ihnen Sicherheit und Wachstum zu gewährleisten.

Letztendlich ist die finale Rolle des Meisters die Stärkung der Familienlinie und die Sicherung würdiger Nachfolger.

Mit dem Shifu lernen

Schüler sollten sich die Worte des Shifu zu Herzen nehmen und genau das tun was er sagt. Jeder Shifu der seine Rolle ernst nimmt beobachtet die Entwicklung seiner Schüler genau, meist genau dann wenn der Schüler selbst es nicht sieht. Viele Meister haben einen ausgeprägten Sinn für das herausfinden des wahren Commitments seiner Schüler. Schauspielern hilft hier nicht viel, die wahre Person wird schnell für den Shifu erkennbar.

Die Lehren des Shifus basieren immer auf Lebenserfahrung, denn nur das ist in der Rolle des Shifus wirklich wert unterrichtet zu werden. Dinge die dem Meister selbst in seinem Leben geholfen haben werden weitergegeben. Ein Shifu ist kein Bildungsinstitut sondern eine Sammlung von Weisheiten. Von daher ist es sehr unhöflich mit dem Shifu Diskussionen über sein Training anzufangen oder seine Anweisungen gar in Frage zu stellen. Sind die Methoden wirklich fragwürdig kann man in einem ruhigen Moment unter zwei Augen konkret nachfragen, jedoch sollte sich jeder Schüler vorher genau selbst überlegen ob die Absichten des Shifus vielleicht gewollt sind.

Ein Shifu muss nicht den Schülern als Lehrer imponieren und viele werden wenig Kontakt mit den Schülern führen. Manchmal werden die richtigen Fäden hinter den Kulissen gezogen um auf die Lehren des Meister zu stoßen, auch das ist eine oft angewandte Methode unter traditionellen Meistern. Wer unabhängig davon für sich trainiert und die Lehren respektiert wird gut mit einem Shifu auskommen, denn dieser wird regelmäßig die Geduld und Toleranz seiner Schüler auf die Probe stellen.

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Die Kunst des Taijiquan

Taijiquan oder auch Tai Chi Chuan geschrieben beinhaltet viele Werte und Prinzipien die den Grundstein für ein ausgewogenes Selbststudium legen. In Wudang ist die Faszination von Xuan Wu ein Idealbild für Taiji. Kurz gesagt handelt es sich hier um das Mysterium der Bewegung die von innen kommt, aber für Außenstehende nicht erkennbar ist. Das Grundprinzip lässt sich auf eine praktische Weise erklären: (Dieser Text ist für Fortgeschrittene im Taijiquan gedacht)

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Richtung und Bewegung, die Theorie

Das Kraftzentrum jeder Taiji Bewegung ist der Dantian. Geben wir also unserem Körper eine bestimmte Bewegung, so muss eine primäre Richtung über den Dantian vorliegen. Um in Einklang mit der Bewegung zu sein gibt es Bereiche im Taiji, die mit dem Dantian mitgehen und einige, die ein „Feedback“ geben (Yin-Yang). Diese „Feedback“ Seite ist dabei immer Yang (Kraft) und ist rein optisch von außen nicht als solche erkennbar. Diese Yang Bewegung findet innen statt und muss sich bewegen damit diese optisch an der Stelle bleibt (Ruhe). Dieses Zusammenspiel von Kraft und Ruhe sind die Grundbestandteile der Taijiquan Bewegung.

253px-yin_yang-svgEs braucht immer ein Gegenstück – damit Yang überhaupt eine Orientierung findet bedarf es das ausgleichende Yin (Leere). Yin bewegt sich optisch erkennbar mit dem Dantian mit, ist aber im inneren von daher bewegungslos. Während Yin als auch Yang in ihrer Richtung konstant bleiben wirken beide Kräfte entgegengesetzt  zueinander, wobei die Yin Seite bei Krafteinwirkung die Position behält (also von innen dagegen geht) und Yang mit der Krafteinwirkung mitgeht. Das Merkmal im Taijiquan ist das beide Kräfte aus einem Kreis entstehen, daher sind die Ellbogen und andere Gelenke immer in einem „runden“ Winkel (stumpfer Winkel).

yinyang_spiraleUnter den Einfluss von Himmel und Erde (Kopf und Fuß) geben wir dem Kreis eine dritte Dimension und bilden eine Spirale. Damit wird Anfang und Ende der Absicht deutlich und Taijiquan kann in die Praxis umgesetzt werden.

Taijiquan lernen

In unserer Wudang Akademie lernen wir täglich über das Bewusstsein des Taiji. Die praktische Anwendung ist mit dem Verinnerlichen dieser Prinzipien möglich und ist wichtig für die weitere Selbstentwicklung. Es folgt ein besseres Verstehen des Selbst und unseres Umfelds.

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Kung Fu Grundpositionen

Unsere Grundpositionen sind absofort hier zu finden: Grundpositionen

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Als nächstes planen wir die Erklärung der 36 Grundtritte.

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Wudang Drachenstil (Long Hua)

club_dragonDer Drachenstil 龙华 (Long Hua) ist in Wudang einer der ältesten daoistischen Kung Fu-Stile. Die Entstehungsgeschichte geht zurück bis in die Zhou Dynastie (1046-245 Jahre v. Chr.).

Der Drache mit fünf Fingern steht für den „Sohn des Himmels“ und symbolisiert gleichzeitig das „Mandat des Himmels“, also die absolute Gerechtigkeit unter heiliger Ordnung. Der Drache ist die Entwicklung der Ahnen und steht für grenzenlose Kraft und Weisheit. Wir Menschen leben unter den Regeln der Natur und der Erde, der Drache allerdings lebt unter den Regeln des Himmels.

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Daoistischer Zusammenhang mit Drachen

Seit dem Fall der Shang Dynastie (1027 v. Chr.) gab es einen historischen Aufschwung für die Daoisten in China. Der Drache war seit der Zhou Dynastie immer ein kaiserliches Symbol daoistischen Ursprungs. In der Zhou Dynastie änderte sich der soziale und politische Status und man lernte mehr über den „Weg des Dao“. Man lernte moralische, intelligente und weise Wege ein Land zu regieren. Während dieser Zeit entstanden viele daoistische Schriften (Kongzi, Mengzi, Mozi, Zhuangzi usw…).

Der Drache ist ein daoistisches Idealbild für das „Absolute“ der Männlichkeit und Kraft.

Traditionellen Drachenstil lernen

Für fortgeschrittene Schüler gibt es in unserer Akademie den Wudang Drachenstil, bestehend aus einer Handform (Long Hua Quan) und einer Schwertform (Long Hua Jian). Wie sich bereits erahnen lässt fordert der Drachenstil die körperlichen und mentalen Grenzen des Ausübenden. Fokus, Konzentration, Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft werden mit kurzen aber präzisen Bewegungen an die eigenen Grenzen getrieben und damit entwickelt und erweitert. Intuitiv frei und emotional konzentriert entfaltet sich der Drache mit grenzenloser Kraft. Der Drache bindet sich nicht an die Gesetze der Erde und ist somit absolut frei von allem. Die Bewegungsabläufe des Drachenstils sind immer sehr kurz, fordern allerdings die maximale Kraft und Aufmerksamkeit, muten frei und fliegend an und bleiben ungebremst von irdischen Hindernissen.

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